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Die ursprüngliche romanische Kapelle wird mit dem Namen „Kapelle der seligen Jungfrau Maria auf der Šmarna gora“ schon im Jahre 1314 in einer Urkunde erwähnt, aber sie musste schon spätestens im 13. Jahrhundert hier stehen, wenn nicht schon früher. Der Patriarch von Aquileia, der die Urkunde verfasst hat, sagt nämlich, dass schon seine Vorfahren dieser Kapelle einst Ablässe erteilt haben. Da es vermutet wird, dass die Šmarna gora schon in der Urgeschichte einen Verteidigungs- und Kultcharakter hatte, hat eine der Maria gewidmete Kapelle hier wahrscheinlich schon in der vorromanischen Zeit gestanden. Aufgrund Massenbesuche der Pilger wurde im Jahre 1432 statt der Kapelle eine gotische Kirche mit zwei Chören und zwei Schiffen gebaut (über die Kirche hat schon J. W. Valvasor – Polyhistor, Topograph und Historiker - geschrieben).
Im 15. Jahrhundert wurde aufgrund türkischer Einfälle rund um die Kirche eine Mauer gebaut. In der Zeit dieser drohenden islamischen Gefahr haben die Umwohner hinter der sicheren und dicken Mauer des Wehrmauers auf der Šmarna gora Zuflucht gefunden, vorher haben sie aber auf der nahen Grmada noch Feuer angezündet und mit dem Mörser geböllert um der Region Gorenjska mittzuteilen, dass sich die türkische Armee nähert.
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Die Wehrmauer auf dem Gipfel wurde nie erobert. Im Gedenken an eine Wunderrettung wird auf der Šmarna gora zum Mittag noch immer um halb zwölf geläutet. Eine Erzählung erklärt uns, dass sich die Türken einst, als sie wieder im damaligen Land Krain raubten, einigten, dass sie im Glockenturm läuten werden, wenn sie den Gipfel eroberten. Wenn sie aber bis zum Mittag die Verteidiger der Mauer von der Šmarna gora nicht besiegen werden, dann sollen noch die anderen Truppen zur Hilfe kommen. Die Leute erfuhren über den Feindplan und läuteten um halb zwölf zum Mittag. Für die Türken war das ein Zeichen, dass die Šmarna gora schon erobert wurde, deshalb drehten sich die Truppen auf halbem Wege um.
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Aufgrund zunehmender Wallfahrten hat sich im Laufe der Zeit die Notwendigkeit nach einer neuen Kirche aufgezeigt. So wurde die alte zweischiffige gotische Kirche abgerissen und in Jahren 1711-1712 wurde vom damals meist geschätzten slowenischen Baumeister Gregor Maček das heutige Zentralgebäude erbaut. Er hat sich an die romanische Kirche in Nova Štifta bei Ribnica angelehnt. Im Grundriss ist die Kirche ein Achteck, zu dem ein rechteckiger Altarteil mit „abgeschliffenen“ Ecken angelehnt ist und die beiden Teile sind mit großen Kuppeln gedeckt. Die Kirche wurde erst im Jahre 1729 geweiht, was auch die Inschrift bezeugt, die in die Wand zwischen dem Schiff und dem Presbyterium eingemauert ist.
Im nächsten Jahrhundert sind die Fresken in den Kuppeln entstanden. Im Jahre 1842 hat Matevž Langus das Gewölbe über dem Presbyterium mit Szenen aus dem Leben Marias und gleichzeitig auch den Hauptaltar bemalt. Dieser wurde am Ende des 19. Jahrhunderts von Matija Koželj renoviert, der zur gleichen Zeit auch die Wände des Presbyteriums mit den vier Evangelisten und der Szene, wo Maria den heiligen Dominikus und Simon Stock erscheint, bemalt hat.
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Auf das Gewölbe der großen Kuppel hat Matevž Langus zwischen den Jahren 1846 und 1848 die illusionistische Szene der Himmelfahrt Marias gemalt. Im oberen Teil, dem Himmel, warten der Vater-Gott und Jesus Christus schon auf Maria und auf dem Scheitel von der Kuppel noch der Heilige Geist in der Gestalt einer Taube und eine unzählige Menge der Engel. Im zweiten Teil wird die himmlische Szene von den Heiligen und den Erzväter aus dem Alten Testament begleitet. Der dritte und niedrigste Teil ist der irdische Teil; bei dem leeren Grab stehen Maria Magdalena und ihre Schwester Marta und hinter ihnen die zwölf Apostel. Auf der gegenüberliegenden westlichen Seite wird eine Menge von Pilgern dargestellt, wo sich neben dem Autoportrait des Malers beim Quarz noch die Portraits von zahlreichen Zeitgenössen von Langus befinden: unter anderem der Pfarrer von Vodice und der Auftraggeber für die Bemalung Jernej Arko, der damalige Priester auf der Šmarna gora Anton Jamnik und der Befürworter der Wallfahrten auf der Šmarna gora Franziskaner Anton Rant. Rechts vom Orgelgehäuse ist die Familie Aljaž aus Zavrh unter der Šmarna gora gemalt. Jakob Aljaž (Priester, Komponist und Bergsteiger), dessen Büste, die vom Bildhauer France Kralj gemacht wurde, auch auf der bekannten Front des Glockenturms ist, ist hier ein Säugling in den Händen seiner Mutter und sein Vater ist der Mann mit einer Maurerkelle in der Hand. Gerade er hat dem Maler geholfen, frischen Putz aufzutragen, auf den der Künstler sofort, also in der Fresko-Technik, gemalt hat. Ganz recht sind zwei vornehm angezogene Pilger, die nach der mündlichen Überlieferung sogar die Bekannten von Langus, France Prešeren (größter slowenischer romantischer Dichter) und Julija Primic (seine unerhörte Liebe) sein sollten.
Prešeren ist gern auf die Šmarna gora gekommen, besonders in der Zeit wenn sein Onkel Jakob Prešeren hier tätig war, der auch auf dem Friedhof von der Šmarna gora bei der Kapelle der traurigen Mutter Gottes begraben ist. Frucht dieser Besuche waren auch das Loblied an Pilgerfahrten – Šmarna gora und die Romanze vom steilen Schloss, die über die Entstehung der ersten Kirche auf der Šmarna gora spricht.
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Im Glockenturm, der eigentlich ein umbauter Wehrturm ist, hängen vier Glocken, die Christus König, Maria, heiligem Florian und Erzengel Michael gewidmet sind. Die erste ist fast vier Tonnen schwer (3878 kg) und ist nach derjenigen auf der Sveta gora über Nova Gorica die zweitschwerste Bronzeglocke in Slowenien. Schon vor dem ersten Weltkrieg haben im Glockenturm ganz sicher vier Glocken gehangen, aber sie wurden im Krieg weggefahren und verschmolzen. Die Renovierung hat bis zum Jahre 1928 gedauert, wenn die neuen Glocken erschallt haben. Von dem Quadrupel der Glocken, die die Gläubigen mit ihren bloßen Händen auf die Šmarna gora geschleppt haben, sind nur noch die Glocke von Maria und die kleinste von Michael geblieben.
Neben den Pilgern haben am Ende des 19. Jahrhunderts noch Bergsteiger, Ausflügler und andere weltliche Besucher angefangen auf die Šmarna gora zu gehen. Hier haben sich die Bergsteiger vom Verein Planinski Piparji (Bergsteigerische Pfeifenraucher) getroffen, die später den Slowenischen Alpenverein gegründet haben, und die „Donnerstagler“ oder „Ritschert-Liebhaber“, also die Herren aus der Stadt, die donnerstags wenn die Hausfrauen frei hatten, auf der Šmarna gora zum Mittag gegessen haben, denn die Mesnerei, wo an größten Pilgerandrängen Wein abgezapft wurde, hat sich langsam in ein Gasthaus verwandelt.
Quelle der Photos: http://www.razglednice.eu