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Einige Merkwürdigkeiten aus der Geschichte der Wege auf der Šmarna gora

Die Berghänge von der Šmarna gora und der Grmada sind heute mit unzähligen Wegen durchzogen. Machwelcher Pfad und besonders Abkürzungsweg ist in den letzten paar Jahren entstanden, einige wurden aber schon vor mehreren Jahrhunderten ausgetreten. Archiveintragungen zeugen, dass Leute schon im frühen Abschnitt des vorherigen Jahrtausends die Šmarna gora besucht haben.
Bis zum letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts haben unter den Besuchern von der Šmarna gora Pilger geherrscht, da der Berg ein sehr besuchter Pilgerweg war. In dieser Zeit gab es zwei Hauptwege auf die Šmarna gora – denjenigen aus Zavrh, der besonders von den dortigen Bewohnern und auch von den Versorgern der Objekte auf der Šmarna gora beim Transport größerer Güter benutzt wurde und den Weg aus Tacen, der von der Dorfkirche an der Kapelle in Tacen vorbei über den Bergsattel auf den Gipfel geführt hat – heute ist dieser Weg als Pilgerweg „Romarska pot“ bekannt. Dieser Weg war auch der meist besuchte, da er von Pilgern aus der weiten Umgebung von Ljubljana benutzt wurde und auch für die tägliche Versorgung gedient hat; unter den Artikeln, die auf der Šmarna gora nicht fehlen durften, erwähnen die Quellen am häufigsten den Wein … Ungefähr auf der Trasse des heutigen Weges „Pot čez korenine“ haben zwar mehrere Abkürzungswege geführt, aber sie wurden lange von den Besitzern der Parzellen gleich mit dem Brombeergestrüpp und Abholz verschlossen, bis sie endlich aufgegeben haben und den Veränderungen der Zeit nachgelassen haben. Die Bewohner von Vikrče und Pirniče haben auch die heutigen Wege „Kovačeva steza“ und „Pot čez peske“ ausgetreten.
In den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts hat sich in Ljubljana die Gruppe Piparji (Pfeifenraucher) geformt, deren Mitglieder im Jahre 1893 Anreger für die Gründung des Slowenischen Alpenvereins waren. Sie haben sich regelmäßig auf der Šmarna gora getroffen und im Jahre 1895 ein Hüttenbuch eröffnet, in das sich schon im ersten Jahr 1425 Besucher eingeschrieben haben.
Bis zum ersten Weltkrieg hat auf der Šmarna gora so schon ganz der Ausflugcharakter der Besucher über dem Pilgercharakter übergewogen, die meisten Wege aber waren auf die Šmarna gora begrenzt – die steilen und felsigen Berghänge der nachbarlichen Grmada sind mehr oder weniger unberührt geblieben; auf diesen Gipfel hat damals nur ein schlimm ausgetretener Pfad vom Bergsattel geführt.
Nach dem ersten Weltkrieg, wenn Ljubljana eine Universität bekommen hat, wurden die Felsen unter der Grmada von Studenten entdeckt, die damit frischen Wind auch auf die Šmarna gora gebracht haben oder besser gesagt auf die Grmada. In den Jahren 1925-30 gab es die meisten Geschehnisse auf dieser Seite. Die Ära hat mit dem ersten Opfer tragisch begonnen – am 6. November 1926 hat sich erst 21-jähriger Lojze De Reggi tödlich verunglückt, was von noch einigen Kletterunfällen gefolgt wurde. Der Bürgermeister von Tacen war gezwungen Maßnahmen zu treffen und hat beim Brunnen in Vikrče ein Schild mit der folgenden Inschrift errichtet:
ES IST VERBOTEN AUF TURENC ZU KLETTERN OHNE VOLLSTÄNDIGER KLETTERAUSRÜSTUNG (HAKEN, KLETTERSCHUHE, KLETTERSEIL)
Das Schild ist in einigen Jahren verfallen und wurde als Souvenir für eine Zeitlang von der Legende der Šmarna gora Vilko Mazi gespeichert.
Nur einen Monat nach dem oben erwähnten Unfall, hat Josip Wester, damals ein „bewährter und immer sorgfältig besonnener Bergsteiger“, wie er später von Vilko Mazi charakterisiert wurde, einen „Offenen Brief an den Vorsitzenden des Slowenischen Alpenvereins“ (Tominšek) geschickt, in dem er eine „Alpinisierung“ von der Grmada vorschlägt. Er schlägt die Errichtung dreier Wege vor, die auf diesen romantischen und wilden Gipfel führen wurden, wie er ihn beschreibt. Der erste „alpine“ Weg sollte über den Fels Turenc führen und sollte „stellenweise mit Vorrichtungen ausgestattet sein, die auf alpinen Steilen gewöhnlich sind“, die anderen zwei sollten auch für Touristen geeignet sein – einer sollte aus Vikrče über den Kamm und den Gipfel von der Grmada bis zum Bergsattel führen, der andere sollte sich aus Vikčre unter Turenc querverlaufend bis zum Bergsattel winden. Er empfiehlt auch den Ausbau eines Steges über die Save zwischen Medno und Vikrče und die Errichtung eines Schwimmbades in der Nähe. So schließt er sein Schreiben:
Würde es nicht schlichtweg hygienisch sein: der Aufstieg auf die Grmada, so dass man die Glieder ausstreckt, sich durchlüftet und durchschwitzt, dann über die Tiefebene Vikrško polje zum Baden in der Save, dann über den Steg nach Medno, wenn man zum Mittagessen beim Cirman möchte, dann auf den Zug und zurück nach Ljubljana? In 3 Stunden könnte man einen solchen bergsteigerischen-hygienischen Ausflug ganz gemütlich durchführen. Heute habe ich den Weg über die Grmada auf Trasse B (über den Kamm) und zurück auf Trasse C (über den Bergsattel) in nur 1,5 Stunden geschaffen. Herr Vorsitzender! Dieses Schreiben hat sich in die Länge gezogen, aber ich hoffe, dass Sie mir meinen öffentlichen Appel an Ihre Person verzeihen würden in Hinsicht auf die Öffentlichkeit, die ich mit diesem Plan bekannt machen möchte, den Sie als Vorsitzender unseres Vereins prinzipiell schon genehmigt haben. Jetzt geht es nur noch darum, den Plan auch sachkundig aus dem technischen und finanziellen Aspekt zu untersuchen und herauszufinden, welchen Standpunkt die unmittelbar betroffenen Kreise einnehmen werden. Sie, hoch geschätzter Herr Vorsitzender, der schon die vornehmsten Verdienste für die Entwicklung des Bergsteigens und der slowenischen Touristik erworben haben, sollten mit der glücklichen Inaugurierung der obigen Pläne, die von großem Nutzen nicht nur für Ljubljana und ihre Bewohner sein dürften, sondern werden auch Freude zum Bergsteigen anregen und die Gesundheit unserer Zeitgenossen und Zeitgenossinnen fördern, einen neuen Strauß in den unverwelkbaren Kranz ihrer Verdienste einflechten, die Ihnen auch von Seiner Majestät unserem König anerkannt wurden und mit dessen Auszeichnung morgen Ihre Brust behängt wird. Mit einem herzlichen Glückwünsch zu dieser Auszeichnung, die Ihnen eine Burgschaft gibt, dass Sie auch in der Zukunft Ihre jugendliche Hingebung der Entwicklung unseres Bergsteigens zuwenden werden, schließe ich diesen Brief und bitte Sie um Unterstützung, dass wir unsere oben geschilderte Pläne möglichst bald ins Leben bringen, besonders die Alpinisierung von der Grmada, die mit dem tödlichen Unfall vom jungen De Reggi jetzt den bergsteigerischen Glorienschein erhalten hat. Ihr ergebener J.W., in Ljubljana, den 8. Dezember 1926
Der Brief wurde in der Zeitschrift Planinski Vestnik im Januar 1927 veröffentlicht. So hat aber ein Jahr später Josip Novak in seinem Buch „Šmarna gora“ geschrieben: Nach der Initiative des behördlichen Inspektors im Ruhestand Herrn Josip Wester haben sich slowenische Touristen ganz besonders für die Grmada zu interessieren begonnen und ihren steilen und sehr felsigen Berghang über Vikrče. Insbesondere ist die Grmada in Vordergrund getreten, seit die Haltestelle Medno eröffnet wurde, die gerade gegenüber Vikrče ist. Beim zentralen Ausschuss des „Slowenischen Alpenvereins“ wurde am 19. Januar 1927 die „Abteilung für die Šmarna gora“ gegründet, die zur Aufgabe hat, alle Wege und Markierungen auf der Grmada und der Šmarna gora zu errichten, die Verhältnisse mit den Besitzern der dortigen Parzellen zu regeln und den Steg über die Save in Medno zu errichten. In diese Abteilung wurden Alojzij Knafelc, Emerik Ferlinc, dr. Živko Lapajne und Josip Wester genannt. Schon vor der Gründung dieser Abteilung hat Josip Wester auf der Mitgliederversammlung des Slowenischen Alpenvereins, die am 11. Mai 1926 stattgefunden hat, die „Alpinisierung“ von der Grmada zur Sprache gebracht. Echte bergsteigerische Wege sollten errichtet werden, die die Wanderungen in echte Berge denjenigen ersetzen sollten, denen Zeit oder Geld nicht erlauben, sich bessere oder teurere Wanderungen auf andere hohe Berge zu leisten. Aus Vikrče gab es schon seit je und es gibt immer noch einen Pfad vom Gasthaus „Pri Kovaču“, der gemächlich über den westlichen Berghang führt, bis er ein wenig unter dem Bauernhof „Gorjanc“ auf den Fahrweg gelangt, der aus Zavrh auf die Šmarna gora führt. Auch aus Zavrh kann man den Fahrweg auf mehreren Stellen umgehen, wenn man auf den Abkürzungswegen geht. Im Jahre 1927 hat man begonnen den Plan von Wester zu verwirklichen. Auf der oberen Seite vom Gasthaus „Pri Kovaču“ sieht man bald das rote Schild des Slowenischen Alpenvereins mit der weißen Inschrift: Der Weg auf die Grmada. Die Markierung (rote Kreise mit weißen Punkten in der Mitte; erstellt von Knafelc und Wester im März 1927) ist so gut ausgeführt, dass es unmöglich ist den Weg zu verfehlen. Am Anfang gibt es eigentlich keine Wege. Anzusehen sind nur ganz gut ausgetretene Fußstapfen in den Kurven auf einem mit Heide und Brombeergestrüpp schäbig bewachsenen kahlen Gelände und entblößt herausragendem Gestein. Der Berg hier hängt über, so wie ein echter „Knie“, und manch welcher aufknöpft hier seine Jacke und Hemd; andere Ungelegenheiten gibt es aber nicht, da nach 10 Minuten, die schlimmste Steile, die aber gar nicht gefährlich ist, schon nachlässt. Der andere Teil des Weges, über einem kantigen Bergrücken bis zu den sogenannten Rogljiči (kantige Felsen) ist schon durch und durch leichter; das restliche Drittel, von Rogljiči bis auf den ersten und dann auf den Hauptgipfel ist aber eine ganz ungefährliche und schöne Promenade so wie auch der Weg hinunter auf den Sattel zwischen der Grmada und der Šmarna gora. Diesen ganzen Weg können auch Kinder hinterlegen, sie sollen aber Nägel auf den Schuhsohlen und achtsame Begleiter haben, so dass sie nicht nach Belieben rundherum laufen und auf gefährlichere Stellen geraten. Dieser Weg ist unter Ausflüglern allgemein als „Westrova pot“ bekannt. In diesem Jahr Anfang Juni wurde für die „eifrigsten“ Touristen auch ein echter bergsteigerischer Weg auf die Grmada errichtet. Beim im Jahre 1925 gefertigten Zementtrog in Vikrče warnt dich darüber ein rotes Schild des Slowenischen Alpenvereins mit der weißen Aufschrift „Geschützter Kletterweg auf die Grmada“. Dieser Weg wurde nach alpinen Regeln errichtet, ist reich mit Griffen, Felshaken und Drahtseilen ausgerüstet und führt besonders im unteren Teil ziemlich steil in und zwischen den Felsen. Einige Hundert Schritte geht man auf dem Rasen und durch den Wald, dass man zum Fuß des berühmten Turenc gelangt und schon ist man in den Felsen. Im Luftloch unter Turenc wurden Holztreppen gemacht und hier steigt man immer höher auf der felsigen Steile. Einige Durchgänge sind recht romantisch interessant, mit schönen Aussichten in die Tiefe. Im oberen Teil des Weges kommt man schon auf weichen Boden. Auf vorsichtig geleiteten Kurven gelangt man auf den oben erwähnten Weg „Westrova pot“ auf dem man seinen Ausflug auf die Grmada weiter macht. Wo sich der Kletterweg und der Weg „Westrova pot“ zusammenschließen, wurde ein Bank als Ruheplatz aufgestellt. Der ganze Aufstieg auf dem neuen Kletterweg dauert 20 bis 25 Minuten. Trotz der Steile gibt es keine Gefahr, man braucht nur Behutsamkeit, guten Griff und sicheren Tritt; schwindelige Menschen sollen sich lieber nicht darauf begeben. Der Weg ist sachkundig gemacht; die detaillierten Pläne für ihn wurden vom bekannten Bergsteiger Knafelc erstellt und die Arbeit selbst haben zwei Sachkenner sorgfältig ausgeführt: Hanza Vertelj aus Kranjska gora und Kravanja-Kopiščar aus Trenta. Primararzt aus Ljubljana, dr. Josip Pogačnik, hat aus eigener Tasche die Ausgaben für das verbrauchte Eisenmaterial bezahlt und damit gezeigt, wie er als Arzt die Bedeutung des bergsteigerischen Turnens für die Gesundheit zu schätzen weiß. Der neue Weg wurde feierlich am 10. Juni 1928 eröffnet….. …. Was die Wege betrifft, wären die Freunde von der Grmada damit allseitig zufrieden. Man musste nur noch den Steg über die Save zwischen der Haltestelle Medno und Vikrče errichten. Die Abteilung für die Šmarna gora des Slowenischen Alpenvereins hat auch dafür den nötigen Plan entworfen und der behördliche Ausschuss in Ljubljana hat zu diesem Zweck Geldunterstützung aus dem Fonds für die Förderung der Touristik genehmigt. Der Steg über die Save ist auch für Verkehrszwecken notwendig, weil so die Dörfer Vikrče, Pirniče und Zavrh die gemütlichste Verbindung mit dem Bahnhof in Medno bekommen würden.
Die Brücke wurde nur einige Jahre später gebaut – im Jahre 1934.
Der schon erwähnte Vilko Mazi hat sich in die Geschichte von der Šmarna gora besonders nach der Errichtung zweier Wege eingeschrieben: „Mazijeva steza“ und „Pot svobode“.
Schon vor dem Krieg hat er jeden Stein umgedreht, um eine geeignete Verbindung zwischen dem Kamm von der Grmada, wohin der Weg „Westrova pot“ geführt hat, und Zatrep, wovon der Fahrweg aus Vikrče gekommen ist, zu finden. Im Mai 1945, in den Tagen, wenn sich die deutschen Soldaten auf der Straße nach Medvode zurückgezogen haben, hat er die Trasse endgültig festgelegt und im Gedenken an diese Augenblicke hat er den entstehenden Weg „Pot svobode“ (Der Weg der Freiheit) benannt. In den nächsten 12 Monaten hat er mithilfe von Gleichgesinnten aus den Dörfern in der Umgebung sehr viel anstrengende Arbeit erledigt und ein Jahr später, am 9. Mai 1946, wurde der neue Weg offiziell eröffnet.
Gleichzeitig hat er schon eine Fortsetzung geplant – der Weg „Pot svobode“ sollte die beiden Gipfel umkreisen in einer ungefähr gleichen Isohypse irgendwo in der Mitte zwischen dem Flachland um die Save und den 360 m hohen Gipfeln. Der größere Teil sollte auf den bestehenden Fahrwegen verlaufen, die man nur noch auf gewissen Stellen verbinden sollte; der einzige größere Teil, wo man den Weg aufs Neue errichten musste, war die Verbindung zwischen dem Fahrweg und dem Kamm von der Grmada. In der Zeit, als er für den neuen Weg die Grundbuchsachen geregelt hat, hat er bemerkt, dass auf dem schon errichteten Teil im ersten Jahr die ganze Nieswurz und andere Blumen verschwunden haben. Aus diesem Grund hat er verzichtet, diesen umkreisenden Promenaden-Spazierweg fertig zu stellen.
Es hat ihm aber eine andere Idee eingefallen, das ist die Verbindung von Zatrep mit dem oberen Teil vom Weg „Westrova pot“, dem gut sichtbaren „Knie“ auf dem Kamm von der Grmada. Mehrere Jahre hat er allein auf den Felsen mit der Spitzhacke gearbeitet und den Weg ausgetreten und dabei gemerkt, dass sein Handeln möglichst lang den Augen der Besucher versteckt geblieben ist. Im Jahre 1953, beim sechzigen Bestandsjubiläum des Slowenischen Alpenvereins, hat er den Weg in Gebrauch gesetzt und die Bergsteiger haben den Weg „Mazijeva steza“ (Mazis Weg) benannt.
Den Beschreibungen über das Austreten neuer Wege auf der Šmarna gora können wir auch die zum ersten Mal niedergeschriebene Idee über dem Ausbau einer Seilbahn zuordnen; diese datiert in das lang vergangene Jahr 1911, der „leitende Ingenieur“ Fran Žužek hat eine Seilbahn entworfen, deren untere Haltestelle in Tacen bei „Medo bar“ wäre. Er hat sogar die Zustimmung der kirchlichen Obrigkeit eingeholt, aber die Idee ist aus unbekannten Gründen abgestorben.
Damit hat sich die Pionierzeit des Austretens von neuen Wegen auf den Berghängen von der Šmarna gora und der Grmada beendet. Den Nachfolgern von Josip Wester und Vilko Mazi bleibt übrig, dass wir in diesen Zeiten, wenn die Šmarna gora das zentrale sportliche Objekt von Ljubljana geworden ist, sorgen, dass die Šmarna gora auch für die Nachwelt so bleibt, wie wir sie übernommen haben.
Geschrieben von: Tomo Šarf
Quellen:
  • Die Zeitschrift Planinski vestnik (slow.)
  • Das Buch »Šmarna gora« von Josip Novak, 1928 (slow.)
  • Der Führer »Šmarna gora«; veröffentlicht von PD Šmarna gora, 1974 und 1981 (slow.)